Beiträge Susanne STADLMAYR, Wien
Winnie-Karen GIERA, Potsdam
Grundlagen und Impulse für die Literacy-Förderung im Kontext Hören/Kommunikation: Ein Beitrag zur inklusiven Deutschdidaktik
ABSTRACT: Der Beitrag widmet sich der Frage, wie ein inklusiver Schriftspracherwerb für Schüler*innen mit Förderbedarf im Bereich Hören/Kommunikation gelingen kann. Im Mittelpunkt steht das Emergent Literacy Modell (ELM), das verschiedene Sprachen, Sprachmodalitäten und Kommunikationsformen gleichwertig integriert. Der Beitrag entwickelt entlang eines methodenintegrierten Ansatzes praxisnahe Perspektiven für einen Deutschunterricht, der sprachliche Vielfalt als Ressource nutzt. Dabei werden alltagsintegrierte Erfahrungen mit Schrift als Schlüssel für Teilhabe und kooperatives Lernen verstanden.
SCHLÜSSELBEGRIFFE: Emergent Literacy, Inklusion, Schriftsprache, Hören/Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Unterstützte Kommunikation
Margit KÖCK, Wien
Syntagmatische Relationen im Fokus der Sprachheilpädagogik - theoretische Grundlagen für eine Erweiterung des Wortschatzsammler-Konzepts
ABSTRACT: Der vorliegende Artikel widmet sich der theoretischen Fundierung syntagmatischer Relationen und ihrer Bdeutung in der sprachheilpädagogischen Arbeit. Aufbauend auf der Methode des Wortschatzsammlers wird dargestellt, wie paradigmatische Relationen den Wortschatzaufbau unterstützen und wie die gezielte Einbeziehung syntagmatischer Relationen den Transfer in Satz- und Textkompetenz verbessern kann. Syntagmatische Relatioen sind keine Option, sondern unverzichtbar, um Kindern mit lexikalischen Defiziten den Weg zu einer handlungsfähigen Sprache zu eröffnen. Sie ermöglichen, dass Wörter nicht nur gekannt, sondern verstanden, kombiniert und in Alltag und Schule erfolgreich angewandt werden.
SCHLÜSSELBEGRIFFE: Wortschatzsammler, syntagmatische Relationen, paradigmatische Relationen, Sprachheilpädagogik, lexikalische Störung
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