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1. Heft41. JahrgangMärz 2009   


Editorial
Doris DICKINGER, Wien

Beiträge
Susann SCHMID-GIOVANNINI, Meggen
Es begann als Hörtraining und wurde auditiv-verbale Erziehung
ABSTRACT: Die Suche nach Möglichkeiten eines Trainings des geschädigten Gehörs, beschäftigte ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen schon seit Jahrhunderten. Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden in Wien Versuche mit 60 als gehörlos dianostizierten SchülerInnen statt, welche echte Erfolge zeigten. Leider wurden diese Versuche nicht fortgesetzt. Im Sonderkindergarten "Schweizerspende" begann man sie erneut und stellte ebenfalls Erfolge fest. Doch erst mit der Entwicklung von individuell einstellbaren Hörgeräten wurde ein echtes Hörtraining möglich. Nicht alle hochgradig hörgeschädigten Kinder konnten aber auch von diesen Geräten profitieren. Erst mit der Entwicklung des Cochlea Implantates wurde es möglich, fast allen als gehörlos diagnostizierten Kindern ein echtes Hören zu ermöglichen. Die heutzutage mögliche frühe Erfassung der Kinder und deren sofortige Betreuung, sowie der rechtzeitige Einsatz von Hörgeräten oder dem Cochlea Implantat verwandelten das einstige Hörtraining in eine Hörerziehung, die hauptsächlich im Elternhaus durchgeführt wird. TherapeutInnen wurden mehr und mehr zu BeraterInnen der Eltern. Die Integration der Kinder in die Familie, die hörende Umwelt, den Kindergarten und die Schule ist damit wesentlich leichter und erfolgreicher geworden.
SCHLÜSSELBEGRIFFE: Geschichte der Hörgeschädigten-Pädagogik, Hörtraining, auditiv-verbale Erziehung, Cochlea Implantat

Barbara STREICHER, Köln
"Babys Talk" - Frühe therapeutische Intervention bei hochgradig hörgeschädigten Babys

ABSTRACT: Durch die frühe Diagnose hörgeschädigter Kinder, verändern sich therapeutische Inhalte und Förderinhalte. So auch die der Auditiv Verbalen Therapie (AVT), deren Ziel vor allem die Ausbildung des auditiven Gedächtnisses durch das gezielte Unterstützen der elterlichen Interaktion mit ihren Kinden ist. Es werden, unter besonderer Berücksichtigung der jung versorgten Kinder, grundlegende Prinzipien des therapeutischen Ansatzes eingeführt. Anhand von Fallbeispielen soll ein Teil der Pädagogischen Audiologie vorgestellt werden, sowie der Beginn einer Therapie nach Erstanpassung beschrieben sein.
SCHLÜSSELBEGRIFFE: Auditiv Verbale Therapie, hör-/sprachtherapeutische Intervention im ersten Lebensjahr, Pädagogische Audiologie, Eltern-Kind Interaktion, Prozessdiagnostik und Auditiv Verbale Therapie


Weitergegeben
Verena KRAUSNEKER, Hanna, BOESCH, Susanne FLEISCHMANN, Andrea ROHRAUER, Katharina SCHALBER, Angelika PICHLER
Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Spracherwerb hörbehinderter Kinder

Werkstatt
Spiele zur Mundmototrik

Erfahrungen
Der Umgang mit Hörbeeinträchtigung im Alltag

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