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3. Heft35. JahrgangSeptember 2003   


Editorial
Katharina ROSENBERGER, Wien

Beiträge
Ruth ERKEN, Köln
Fallstudie über den Zweitspracherwerb
eines achtjährigen Jungen mit Klinefelter-Syndrom

ABSTRACT: In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass Jungen mit Klinefelter-Syndrom häufig unter Sprachstörungen leiden. Im beschriebenen Fall handelt es sich um einen Klinefelter-Jungen, der an einer Sprachstörung im Sinne einer Aphasie leidet und bei dem zudem noch die Notwendigkeit des Zweitspracherwerbs besteht. Dem Kind wurde Deutsch als Zweitsprache in sprachheilpädagogischer Weise vermittelt. Nach Fokussieren der Aufmerksamkeit wurde akzentuiert an der Verknüpfung von Gehörtem, Gesehenem, Gelesenem und Geschriebenem gearbeitet. Das führte zu einer deutlichen Verbesserung der Zweitsprachkenntnisse und zu einem generellen Entwicklungsschub des behinderten Kindes. Bezüglich des Problems der Zweitsprachvermittlung an sprachbehinderte Kinder werden Erfahrungsaustausch und Forschung angeregt.

Anette SCHRAMM, Landau
Basale Stimulation - Ein Konzept in der Sprachtherapie

ABSTRACT: Sprachheilpädagogik befasst sich traditionell mit Kindern und Erwachsenen, die ihre Sprache schon erworben, und aus verschiedenen Gründen Probleme in der lautsprachlichen Kommunikation haben. Mit Menschen, die aufgrund schwerer Behinderungen sprachlich nicht kommunizieren können oder aufgrund erworbener Schädigungen die Lautsprache verloren haben, hat sich Sprachheilpädagogik bisher kaum befasst. Jedoch treffen SprachheilpädagogInnen in ihren Berufsfeldern, im schulischen und außerschulischen Bereich, immer wieder auf Menschen mit den oben genannten Problematiken.
Das Förderkonzept der Basalen Stimulation, das seit den 1970er Jahren entwickelt wurde und bekannt ist, stellt in seinen Hauptaufgabenbereich die Kommunikationsanbahnung mit schwerstbeeinträchtigten Menschen, die noch keine Lautsprache erworben oder diese verloren haben.

Esther STEINER, Wien
„Der Computer spricht für mich“

ABSTRACT: Tim (Name geändert), ein Schüler mit einer geistigen Behinderung, kommuniziert, ohne über Lautsprache zu verfügen. Er fühlt sich dabei oft missverstanden und reagiert enttäuscht und manchmal auch aggressiv. In diesem Beitrag wird geschildert, wie ein LehrerInnenteam an der Schule ein Computerprogramm erarbeitet, mit dessen Hilfe Tim sich verständigen kann. Es handelt sich um Bilder, die Tim anklicken bzw. am Touch-Screen berühren kann, worauf man über die Lautsprecher des Computers die entsprechende Aussage hören kann.

Michael G. MITROVIC, Bremen
Ein multifaktorielles klientenzentriertes Diagnose- und
Therapiemodell
Dargestellt am Beispiel des klinischen Syndroms "Trisomie 21"

ABSTRACT: Am Beispiel des klinischen Syndroms "Trisomie 21" wird ein systemischer Therapieansatz beschrieben, der dem multifaktoriellen Geschehen beim Vorliegen von Multimorbidität Rechnung trägt. Im Mittelpunkt steht die zu erreichende Lebensqualität auf Seiten des Klienten, die in enger Korrelation mit seinem Umfeld steht. Verschiedene Aspekte der Lebensqualität im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation werden analysiert und in Beziehung zu sozialen Sprachlernkontexten gestellt.

Aufgelesen
Birthe BLISENER, Landau

Aktuelle Serie
Phonetik Teil 1 – Das Internationale Phonetische Alphabet

Werkstatt
Andrea GLÜCK, Wien

Rubriken
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ZEITSCHRIFTEN
TERMINE

Extras
DIALOG
LINKS
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